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Rentenentwicklung in einer schwierigen Phase

16.07.2018

Wie die Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion mitteilte, erhielten im Jahr 2016 etwa 8,6 Millionen Rentenbezieher eine Altersrente von weniger als 800 Euro im Monat. Aktuellere Zahlen liegen derzeit nicht vor, allerdings deuten die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, eine wachsende Zahl von Befristungen sowie der wachsende Niedriglohnsektor auf eine Manifestation der Altersarmut hin. Dazu erklärt BDH-Vorsitzende Ilse Müller:

Rentenentwicklung in einer schwierigen Phase

„Lange Erwerbszeiten dürfen nicht in Altersarmut münden. Dieses Prinzip durchzusetzen, ist von fundamentaler Bedeutung für das gesellschaftliche Klima in unserem Land. Die Bundesregierung muss die Rentenpolitik auf einen Stabilitätspfad einschwenken lassen und dafür sorgen, dass das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung nicht weiter schwindet. Ein Oberziel der gesetzlichen Rente ist der Schutz vor Altersarmut. Aus unserer Sicht zählt die Honorierung von Kindererziehungs-und Pflegezeiten in einer Lebensleistungsrente gleichermaßen zu einer nachhaltigen Stabilisierungsstrategie wie die Etablierung einer Mindestrente mit Teilhabeziel. Wir begrüßen daher die nun angekündigten Rentenschritte zur Verbesserung der Erwerbsminderungsrente, der Mütterrente II und der Sicherung des Rentenniveaus, zunächst bis zum Jahre 2025. Auf lange Sicht muss es gelingen, die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs zu erhöhen, Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeit zurückzudrängen und einen Mindestlohn umzusetzen, der auch Erwerbsbiografien im unteren Lohnsegment stabilisieren hilft.“
 

Über den BDH Bundesverband Rehabilitation

Der BDH, der große deutsche Sozialverband und Klinikträger, ist führend auf dem Gebiet der Rehabilitation von neurologischen Patienten. Der bietet BDH soziale und sozialrechtliche Beratung und professionelle Vertretung vor Behörden und den Instanzen der Sozialgerichtsbarkeit sowie ehrenamtliche soziale Betreuung an.

Der BDH hat in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der neurologischen Rehabilitation Pionierarbeit geleistet und Einrichtungen gegründet, die bis heute Maßstäbe setzen und von allen gesetzlichen und privaten Krankenkassen, den Berufsgenossenschaften, Rentenversicherungen und Versorgungsämtern sowie der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. In der Trägerschaft des BDH befinden sich heute fünf über ganz Deutschland verteilte neurologische Kliniken. Dazu kommen das Rehabilitationszentrum für Jugendliche in Vallendar und das Neurologische Therapie- und Beratungszentrum Offenburg.

Die stationäre neurologische Rehabilitation in den BDH-Kliniken nimmt einen wichtigen Stellenwert innerhalb des Leistungsangebotes des BDH ein, um Menschen nach einem Unfall oder sonstiger neurologischer und geriatrischer Krankheit Unterstützung auf dem Weg zurück ins Leben zu bieten.

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